Wenn Onkel Herbert die Hochzeit versaut
Du hast alles geplant:
Die Location. Die Musik. Die Blumen. Die Sitzordnung. Die freie Trauung. Den Ablauf.
In deinem Kopf ist alles perfekt.
Und dann kommt er: Onkel Herbert. Oder Tante Gertrud. Oder der eine Freund, der grundsätzlich immer einen Kommentar zu allem hat. Oder irgendein Mensch, der plötzlich aus einem kleinen, feinen Löchlein kriecht und mit seiner ganz eigenen Art versucht, eure Party zu crashen.
Manchmal sind es nur Kleinigkeiten:
Ein blöder Spruch. Eine unangemessene Bemerkung. Jemand, der sich nicht an eure Wünsche hält. Jemand, der betrunken über die Stränge schlägt. Jemand, der unbedingt im Mittelpunkt stehen muss.
Und manchmal kann so ein kleiner Störfaktor erstaunlich viel Raum einnehmen.
Aber genau hier möchte ich euch etwas mitgeben:
Ihr könnt nicht alles kontrollieren. Auch nicht eure Hochzeit.
Ihr könnt noch so gut planen, vorbereiten und organisieren – Menschen bleiben Menschen. Und deshalb ist es mindestens genauso wichtig, wie einen perfekten Ablauf zu planen, zu lernen, mit dem Unperfekten umzugehen.

Wenn etwas passiert, das nicht auf eurem Plan steht:
Atmet durch. Schaut euch an. Erinnert euch daran, warum ihr heute hier seid. Ihr heiratet. Ihr feiert eure Liebe. Und da sind so viele Menschen gekommen, die euch lieben, euch unterstützen und diesen besonderen Tag mit euch feiern möchten.
Lasst nicht zu, dass eine einzelne Person mit ihrem Verhalten die Bedeutung eures gesamten Tages überschattet.
Aber:
Resilienz bedeutet nicht, alles hinzunehmen. Ihr dürft Grenzen setzen. Ihr dürft jemanden stoppen. Ihr dürft euch Unterstützung holen.
Ihr dürft auch ganz klar sagen: „Bis hierhin und nicht weiter.“ Denn eure Hochzeit ist kein Freifahrtschein für andere, eure Grenzen zu überschreiten.
Als erfahrene freie Rednerin habe ich schon so einiges erlebt – und genau deshalb gehört für mich zu einer guten Hochzeitsbegleitung nicht nur eine wunderschöne Trauung.

Sondern auch die Vorbereitung auf all das, was eben nicht planbar ist.
In meiner persönlichen Zusammenarbeit mit euch gebe ich euch deshalb auch ganz konkrete Tipps, wie ihr kleine und große Störfaktoren von vornherein minimieren, elegant umgehen oder im richtigen Moment klar begrenzen könnt.
Damit am Ende nicht Onkel Herbert eure Hochzeit in Erinnerung behält. Sondern ihr.
Mit diesem einen Gefühl:
Wir haben unsere Liebe gefeiert. Genau so, wie es für uns richtig war.
Und Onkel Herbert? Der darf dann gerne seinen Kartoffelsalat behalten.