Hochzeitskerze bei der freien Trauung: Ideen & Rituale

Die Hochzeitskerze – ein Licht, das euch durch eure Ehe begleitet

Es gibt Rituale bei einer freien Trauung, die nicht nur für diesen einen Moment gedacht sind.

Sie bleiben.

Die Hochzeitskerze ist für mich genau so ein Ritual. Ich habe sie bereits in viele meiner freien Trauungen integriert und erlebe sie immer wieder als einen wunderschönen und stimmungsvollen Teil der Zeremonie.

Denn Licht steht für Wärme, Hoffnung, Leben und Liebe. Und manchmal auch dafür, dass es selbst dann noch irgendwo ein Licht gibt, wenn es gerade dunkel geworden ist.

Die Hochzeitskerze zu Beginn der Trauung entzünden

Eine schöne Möglichkeit ist es, die Hochzeitskerze direkt zu Beginn der Zeremonie zu entzünden.

Damit laden wir ganz bewusst das Licht ein: das Licht, das ihr an diesem Tag ausstrahlt, das Licht eurer Verbindung und den Wunsch, dass dieser Hochzeitstag ein lichtvoller Start in euren nächsten gemeinsamen Lebensabschnitt sein darf.

Gleichzeitig bekommt die Kerze eine Aufgabe, die weit über diesen Tag hinausgeht.

Entzündet sie, wenn es dunkel wird. Wenn ihr zweifelt, euch gerade nicht findet oder das Leben schwer ist.

Aber zündet sie genauso an, wenn ihr feiern wollt. An euren Hochzeitstagen, bei besonderen Momenten oder einfach dann, wenn ihr eure Liebe und das gemeinsame Leben feiern möchtet.

So wird aus einer Hochzeitskerze ein Begleiter eurer Ehe.

Die Hochzeitskerze nach dem Jawort

Ein weiterer kraftvoller Zeitpunkt ist direkt nach eurem Jawort oder eurem persönlichen Ehegelübde.

Ihr habt gerade JA gesagt und euch bewusst füreinander entschieden.

Genau diese Energie können wir aufnehmen, indem ihr gemeinsam eure Hochzeitskerze entzündet. Euer gerade gesprochenes JA bekommt damit ein sichtbares Symbol:

Eure Liebe & euer gemeinsames Feuer brennt. Und dieses Feuer nehmt ihr mit in eure Ehe.

 

Woher kommt die Tradition der Hochzeitskerze?

Kerzen und Licht begleiten Hochzeiten schon seit Jahrhunderten. Besonders im christlichen Kontext steht das Licht symbolisch für Hoffnung, Liebe und den gemeinsamen Lebensweg. Daraus hat sich über die Zeit auch die Tradition der Hochzeits- oder Traukerze entwickelt.

Bei einer freien Trauung muss dieses Ritual jedoch keineswegs religiös sein. Wir dürfen der Kerze genau die Bedeutung geben, die zu euch passt.

Vielleicht steht ihr Licht für euren gemeinsamen Weg, für das Feuer zwischen euch, für Zuversicht oder für die Erinnerung daran, euch immer wieder bewusst füreinander zu entscheiden.

Eure Kerze, eure Geschichte

Auch bei der Gestaltung gibt es kein „So macht man das“. Ihr könnt eure Hochzeitskerze selbst gestalten oder individuell anfertigen lassen – mit euren Namen, eurem Hochzeitsdatum, einem Symbol oder einem Satz, der euch verbindet. Auch Farben und Gestaltung können wunderbar an eure Hochzeitsdekoration angepasst werden.

Wie bei allen Ritualen einer freien Trauung gilt für mich:

Es muss zu EUCH passen.

Das gilt übrigens auch für den Moment des Entzündens. Ihr könnt eure Hochzeitskerze gemeinsam selbst entzünden oder diese besondere Aufgabe an Menschen aus eurer Familie oder eurem engsten Kreis übergeben.

So können beispielsweise eure Eltern, Geschwister, Trauzeug:innen oder andere Herzensmenschen ganz bewusst Teil der Zeremonie werden.

Eine Erinnerungskerze für Menschen, die fehlen

Manchmal gibt es an einem Hochzeitstag Menschen, von denen ihr euch sehr gewünscht hättet, dass sie diesen Tag mit euch erleben.

Auch dafür kann Licht einen wunderschönen und gleichzeitig dezenten Rahmen schaffen.

Ergänzend zur Hochzeitskerze kann eine Erinnerungskerze für einen verstorbenen Herzensmenschen entzündet werden.

Dieser Moment muss nicht groß oder schwer sein. Manchmal reicht ein kleines Licht, das sagt:

Du fehlst. Und trotzdem bist du heute ein Teil von uns.

Wie viel Raum dieser Moment innerhalb eurer Trauung bekommt, entscheidet immer ihr.

Rituale schaffen Erinnerungen, die bleiben

Genau das liebe ich an individuell gestalteten freien Trauungen.

Wir integrieren Rituale nicht, weil „man das bei einer Hochzeit eben so macht“. Wir fragen:

Was erzählt eure Geschichte?
Was passt zu euch?
Und was soll von diesem Tag bleiben?

Eine Hochzeitskerze kann eine dieser Antworten sein – ein kleines Licht am Hochzeitstag und vielleicht irgendwann ein ziemlich wichtiges Licht in eurer Ehe.

Und natürlich lässt sich die Hochzeitskerze auch wunderbar mit weiteren Ritualen verbinden. Eine Möglichkeit ist beispielsweise ein Siegelritual, bei dem ihr etwas ganz Persönliches von eurem Hochzeitstag für später bewahrt.

Es gibt noch viele weitere Möglichkeiten, Rituale und Erinnerungsstücke in eure freie Trauung zu integrieren. Einige davon stelle ich euch in weiteren Blogbeiträgen vor – und natürlich noch viel intensiver in unserer gemeinsamen Zusammenarbeit für eure ganz persönliche freie Trauung.

Denn dort schauen wir nicht danach, was „man“ bei einer Hochzeit macht.

Wir schauen danach, was zu euch gehört.

Wenn ihr euch eine freie Trauung wünscht, die wirklich eure Geschichte erzählt, dann lasst uns kennenlernen.

Gemeinsam finden wir Worte, Rituale und Momente, die nicht nur schön aussehen – sondern sich nach euch anfühlen und bleiben.

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